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Montag, 2010-09-06

Das «neue» Infozentrum Witi Altreu

Von der Aufzucht
zur Lebensraumerhaltung und -verbesserung

Die ganze Schweiz kennt Altreu als Storchensiedlung, die einen Ausflug lohnt.

Am Gründonnerstag 2004 begann eine neue Epoche mit der Eröffnung des Infozentrums Witi Altreu. Diese spiegelt die Entwicklung, die das Projekt der Wiederansiedlung des Weissstorchs in über 50 Jahren durchgemacht hat:

Die Störche sind wieder da

Die beharrliche Arbeit des unvergesslichen Storchenvaters Max Bloesch hat den Bestand an Weissstörchen in der Schweiz auf über 200 Storchenpaare anwachsen lassen. In den letzten Jahren zeigte sich auch, dass die anfänglich sinnvolle und lange Jahre praktizierte Zufütterung eingestellt werden kann, ohne dass der Storchenbestand negative Folgen erleidet. Im Gegenteil: Die Störche sind dadurch wieder etwas unabhängiger vom Menschen geworden.

Neuer Schwerpunkt der Arbeit

Aus diesem Grund hat sich der Schwerpunkt der Arbeit der Gesellschaft Storch Schweiz (Schweizerischen Gesellschaft für den Weissstorch, Altreu) verlagert. Gefragt sind nicht mehr Aufzucht und Auswilderung, sondern Lebensraumerhaltung und -verbesserung. Die Storchengehege und die Gruppen mit künstlich zurückgehaltenen Störchen sind verschwunden, die Jungvögel können wieder ungehindert wegfliegen.

Reiches Angebot an Informationen

Das neu gestaltete Infozentrum Witi Altreu zeigt ein reiches Angebot an Informationen und ab Saison 07 die Möglichkeit, während der Brutzeit per Videokamera "live" beim Brutgeschäft dabei zu sein, ohne das Storchenpaar zu stören.

Wir sind nach wie vor bestrebt, den vielen Besucherinnen und Besuchern auf anregende und spannende Art Wissenswertes über den Weissstorch zu vermitteln und sie für Naturschutzanliegen zu sensibilisieren.

Margrit Enggist, Storch Schweiz

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